Reittherapie/ Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd

Was ist die Reittherapie/ Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd?

Die Reittherapie/ HFP umfasst (heil-)pädagogische, psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und soziointegrative Angebote mit dem Pferd. Dabei steht die individuelle Förderung jeden Einzelnen im Mittelpunkt - nicht der reitsportliche Erfolg! Das Bewegtwerden auf dem Pferderücken und die Beziehungsgestaltung im Dreieck Pferd-Klient-Pädagoge unterstützten die Teilnehmer in der Auseinandersetzung mit sich selbst und ihrem individuellen Entwicklungsbedarf.

 

Was bewirkt die Reittherapie?

Ausgehend von der inneren Motivation der Klienten, sich mit dem Pferd zu beschäftigen sowie der Beziehungsgestaltung zum Pferd und zum Pädagogen können Kinder, Jugendliche und Erwachsene positive Erfahrungen mit sich selbst und ihrem Körper machen. Durch angeleitete Übungen ihr Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl stärken, ihre Konzentrationsfähigkeit steigern, sich mit Gefühlen auseinandersetzen, die naturnahe Umgebung und sich selbst wahrnehmen, sowie vielfältige Bewegungserfahrungen sammeln.

 

Methoden & Inhalte der Reittherapie:

In der Reittherapie wird das Pferd als Medium eingesetzt. Neben diesem ergeben sich aus dem Grundberuf der Pädagogen_innen/ Therapeuten_innen eine Methodenvielfalt. Diese ermöglichen durch verschiedene Zugänge motorische, sozial- emotionale, kognitive und sprachliche Lernprozesse zu fördern.

Das Pferd mit seinem hohen Aufforderungscharakter, seinem sanftem Wesen, trägt den Menschen und fordert zugleich Verantwortung und Vertrauen auf dem gemeinsamen Weg. 

 

Wie läuft eine Reittherapiestunde ab?

Struktur der Einheiten:

Begegnen: Ankommen am Stall, Begrüßung, Kontaktaufnahme zum Pferd

Berühren: Vorbereitung Pferd, Putzen, Gurten/ Satteln

Bewegen: Reiten, Voltigieren, Bodenarbeit

Abschluss: Versorgen des Pferdes, Abschlussrunde, Abschied

 

Für wen ist die Reittherapie?

Die Reittherapie eignet sich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einem Förderbedarf im:

Bereich der Wahrnehmung und Kognition, Motorik und Koordination, Kommunikation, Sprache und Interaktion und Sozialverhalten.

Sowie an Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung, Verhaltensbesonderheiten, psychischen Beeinträchtigungen, Autismus, Ängsten und Essstörungen.

 

Wer übernimmt die Kosten der Reittherapie?

Finanzierungsmöglichkeiten können sich über eine Antragsstellung beim zuständigen Sozial- oder Jugendamt ergeben.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten der Reittherapie nicht. In Einzelfallentscheidungen ergibt sich eine Finanzierung über private Krankenkassen.

Alternative Möglichkeiten können sich durch Sponsoren oder Stiftungen ergeben.

 

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